Mitarbeiter scannt Tiefkühlware im TK-Lager mit einem Zebra MC9400 (Coldstore) Mobile Computer. Barcodes auf palettierten Waren werden unter kalten Umgebungsbedingungen digital erfasst.

MOBILE DATENERFASSUNG IM TIEFKÜHLBEREICH

Mobile Datenerfassungsgeräte müssen im Tiefkühlbereich in der Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie auch bei extremen Minusgraden zuverlässig funktionieren. Erfahren Sie, welche Herausforderungen Kälte, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen mit sich bringen und welche MDE-Lösungen für effiziente, fehlerfreie Prozesse sorgen.

Gesteigerte Wertschöpfung durch Erfassen, Übertragen und Verwalten von Daten in Echtzeit

Die mobilen Lösungen zur Datenerfassung sind in allen Sektoren der Industrie, wie beispielsweise im Lager- und Transportwesen, im Einzelhandel aber auch im Dienstleistungsbereich nicht mehr wegzudenken. Gerade für die Produktion ist es bedeutsam, dass die gelieferte Rohstoffe oder Bauteile genauestens bestimmt werden können und deren Herkunft nachvollziehbar ist. Auch muss der Weg des fertigen Produkts bis zum Händler und Kunden nachvollziehbar sein, um die hohen Qualitätsstandards zu gewährleisten.

Mobile Datenerfassungsgeräte – aussagekräftige Helfer beim Erfassen und Auswerten von Daten

Das Hauptmerkmal der mobilen Datenerfassung liegt sprichwörtlich in Ihrer Mobilität durch die Verbindung und Übertragung mittels WLAN,  WLAN, 4G/LTE, LTE Advanced, 5G und Bluetooth. Mobile MDE´s erfassen in Echtzeit Daten, welche für spätere Prozesse gespeichert werden. Unter anderem werden diese Geräte, wie reine Barcode-Scanner, zur Erfassung von Barcodes (aber auch RFIDs) genutzt. Bis es dazu kommt, werden die Produkte zuvor mit Barcode-Etiketten oder RFID-Tags versehen. Dabei enthalten lineare Barcodes eine Zahlenfolge, die einem Produkt zugeordnet ist und verknüpft mit einer Datenbank Informationen zu diesem Produkt bereitstellt, sowie für eine eindeutige Zuordnung sorgt. Genau dort kommen die mobilen Datenerfassungsgeräte zum Einsatz. Oftmals handelt es sich um Handscanner, MDEs oder auch mobile Terminals genannt. Je nach Hersteller oder Modell verfügen die mobilen Datenerfassungsgeräte über weitreichende Funktionen wie zum Beispiel einer hochauflösenden Kamera und die Option weitere Daten einzugeben oder von einem zentralen Server abzurufen.

Mitarbeiter misst die Kerntemperatur einer Tiefkühlpalette mit einem Temperaturfühler, der horizontal zwischen Kartons eingeführt ist. Das Messgerät zeigt -18,0 °C in einem Tiefkühllager an.

Besondere Herausforderungen im Tiefkühlbereich

In Branchen mit temperatursensiblen Produkten ist die Einhaltung einer lückenlosen Kühlkette unverzichtbar. Neben der Lebensmittelindustrie betrifft dies auch die Pharma- und Kosmetikbranche, in denen definierte Temperaturbereiche während Lagerung, Transport und Verarbeitung zuverlässig eingehalten werden müssen, um die frische der Waren zu garantieren. Besonders in Kühl- und Tiefkühllagern stellen extreme Temperaturen und häufige Temperaturwechsel hohe Anforderungen an Prozesse und Technik. Für die Erfassung, Dokumentation und Rückverfolgung von Waren kommen deshalb robuste mobile Datenerfassungsgeräte zum Einsatz, die auch unter anspruchsvollen Bedingungen zuverlässig arbeiten. Hier kommen spezielle Lösungen zum Einsatz, wie zum Beispiel Mobilcomputer mit beheizbaren Displays oder speziellen Akkus die im Tiefkühlbereich eingesetzt werden können.

Anforderungen an Datenerfassungsgeräte im Tiefkühlbereich

Die Geräte zur mobilen Datenerfassung, die gerade in sehr kühlen Arbeitsumgebungen genutzt werden, benötigen spezielle Eigenschaften aufgrund der Temperaturunterschiede im Kühlbereich oder auch feuchten Umgebungsbedingungen. Um die volle Funktionsfähigkeit, sowie eine verlässliche Leistung zu gewährleisten, sind hierbei besonders leistungsstarke Akkus und Displays notwendig. Herrschen besonders kalte Extremtemperaturen oder Temperaturschwankungen, so verhindern die heizbaren Displays der Geräte das Beschlagen der Frontseite und sichern so eine dauerhaft gute Sicht. Auch die Scanfenster der integrierten Barcodescanner bleiben frei von Feuchtigkeit und garantieren 100-prozentige Funktionsweise. Eine weitere Lösung, um dem Gefrieren der Geräteteile vorzubeugen, sind die heizbaren Leseeinheiten, Touchscreens und Tastaturen. Gerne entsteht gerade bei Temperaturextremen auch Kondenswasser. Damit Kondenswasser die Geräte nicht beschädigt, sind diese äußerst robust und wasserdicht verarbeitet. Eine ergonomische Verarbeitung der Geräte trägt dazu bei, dass sie sehr einfach und intuitiv bedienbar sind – selbst mit Handschuhen.

Temperaturkontrollen im Tiefkühlbereich mit RFID-Technik (Radio Frequency Identification)

Bei Temperaturen bis zu -35°C können nur speziell auf diese Anforderungen ausgelegte Geräte eingesetzt werden. Kühlhäuser, Lebensmittelverarbeitung und Lebensmittel-Verpackungsbereiche sind typische Einsatzfelder. Um die erforderliche Kühltemperatur der Produkte zu jedem Zeitpunkt überprüfen zu können, können RFID-Tags mit Temperatursensoren eingesetzt werden. Das RFID-System besteht aus zwei Komponenten, dem Lese-, Schreibgerät und dem Transponder, auch als Tag bezeichnet. Das Lesegerät fungiert als Schnittstelle zwischen einer Software und dem Datenspeicher auf dem Transponder, in dem die Informationen gespeichert und von dem sie abrufbar sind. Die mit einem Temperatursensor ausgestatteten Transponder können den Verlauf der Umgebungstemperatur in ihrem Speicher aufzeichnen. Danach können die Daten über das Lesegerät ausgelesen und an einen Rechner übermittelt werden. Sendet ein Lesegerät ein Funksignal aus, antwortet der in der Nähe befindliche Transponder, und die in ihm gespeicherten Informationen werden über das Lesegerät an die Software übertragen. Damit wird der Weg der Paletten durch den gesamten Produktionsprozess verfolgt und diese Daten mit Auftragsinformationen und relevanten Produktdaten kombiniert. Von großer Bedeutung sind Datenrückverfolgung und Dokumentation auch wegen der enormen Vielfalt an verarbeiteten Produkten.

Da für die Kommunikation weder physischer noch optischer Kontakt notwendig ist, können beispielsweise auch die Daten von Transpondern innerhalb von Verpackungen ausgelesen werden. Unter bestimmten Umständen kann es durch das meist isolierende Verpackungsmaterial zu Problemen beim Erkennen und Lesen der Transponder kommen. Zusätzlich können die Lesegeräte die Datenträger neu beschreiben. Bei solchen Schreibvorgängen baut das Lese-/Schreibgerät eine Kommunikation zum Transponder auf und gibt die Informationen der jeweiligen Anwendung an diesen weiter, etwa um ihn neu oder anders zu programmieren oder um Daten hinzuzufügen. Die gespeicherten Temperaturdaten sind allerdings manipulationssicher, können daher nicht verändert werden. Diese Tags stellen sicher und prüfen nach, ob der Kühlungsprozess fortlaufend sicher gestellt wurde. Ist die Kühlkette erst einmal unterbrochen, so müssen die betroffenen Waren aus Sicherheitsgründen aus dem Warenhandel genommen werden. Im Einzelhandel beispielsweise ist es möglich mithilfe Waren mit integrierten RFID-Tags die Kühlkette zu überprüfen und somit den Warenbestand zu kontrollieren. Des Weiteren wurden auch RFID-Tags (Radio Frequency Identification), die komplexere Informationen abspeichern können entwickelt. Diese Technologie hat den Vorteil, dass die Umgebungstemperatur bei Tiefkühlwaren zu erfassen und zusätzliche Daten zur Produktion und Lebensdauer von Produkten abzurufen.

Sichere Rückverfolgbarkeit in der Tiefkühlkette

Häufig gestellte Fragen

Extreme Minusgrade, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen stellen hohe Anforderungen an mobile Datenerfassungsgeräte. Akkus verlieren schneller an Leistung, Displays können beschlagen und herkömmliche Scanner stoßen bei vereisten Etiketten oft an ihre Grenzen.

Standardgeräte sind meist nicht für Temperaturen von bis zu -30 °C ausgelegt. Spezielle Mobilcomputer (Coldstore) verfügen über kälteresistente Akkus, beheizbare Displays und robuste Gehäuse, um auch unter extremen Bedingungen zuverlässig zu funktionieren.

Beschlagene oder vereiste Etiketten erschweren die Datenerfassung. Leistungsstarke Scan-Engines können auch beschädigte oder kontrastarme Barcodes zuverlässig erfassen und tragen so zu reibungslosen Lagerprozessen bei.

Eine zuverlässige mobile Datenerfassung verbessert die Transparenz entlang der Kühlkette, reduziert Fehler bei Lager- und Kommissionierprozessen und erhöht die Effizienz bei der Rückverfolgbarkeit von Waren in Lebensmittel-, Pharma- und Logistikunternehmen, welche heutzutage immer weiter an Bedeutung gewinnt.

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