Smartphones und Mobile Computer im Ex-Bereich

In der Produktion von beispielsweise Lacken, Farben, Ölen oder pharmazeutischen Produktionen ist aufgrund explosionfähiger Gase oder Stäube der Explosionsschutz besonders wichtig und durch entsprechende Maßnahmen geschützt. Auch in diesen gefährlichen Bereichen ist das Arbeiten mit MDE/WLAN-Geräten möglich und sinnvoll. Speziell diese Geräte verfügen über ein besonders geschütztes und robustes Gehäuse. Betriebsmittel und Anlagen permanent zu überwachen ist der zentrale Schlüssel zu mehr Sicherheit, Effizienz und Produktivität in explosionsgefährdeter Arbeitsumgebung. Heutzutage werden vermehrt auch 1D-/2D-Barcodes und RFID-Transponder zur Identifizierung und Nachverfolgung von Bauteilen, Containern verwendet.

Der Ex-Bereich ist mit besonderen Anforderungen an die eingesetzten Geräte verbunden

Die MDE-Geräte finden in vielen Branchen ihren Platz wie zum Beispiel in der Industrie, Lager, Handel und auch in dem Transportsektor und Gesundheitswesen. Mit dem Einsatz von mobilen Datenerfassungsgeräten können Informationen ortsunabhängig erfasst, gespeichert, weiterverarbeitet und abgerufen werden. Die Arbeitsabläufe lassen sich somit optimieren und effizienter gestalten, dass den Erfolg des Unternehmens steigert und die Ressourcen schont. Im Ex-Bereich hat der Explosionsschutz eine besonders wichtige Rolle. Gefahrenstoffe werden aber nicht nur produziert, sie müssen auch transportiert und gelagert werden. Die mobilen Geräte werden fortlaufend in den einzelnen Stationen eingesetzt, um die einzelnen Schritte zu dokumentieren und Prozesse nachvollziehbar zu machen. Die mobilen Geräte müssen richtliniengemäß speziell für den Gefahrbereich konstruiert sein – herkömmliche Geräte kommen dabei nicht in Frage. Die Geräte, die in Ex-Bereichen eingesetzt werden, müssen besonders hohe Sicherheitsanforderungen zum Schutz des Lagerorts und den Mitarbeitern erfüllen. Diese Anforderungen können neben mobilen Datenerfassungsgeräten auch Barcodescanner, mobile Computer und Staplerterminals erfüllen.

Wie kann es zu einer Explosion kommen?

Damit es zu einer Explosion kommt, müssen vorab drei Faktoren vorhanden sein. Zum einen muss ein Brennstoff vorhanden sein, sowie Sauerstoff und eine Zündquelle vorliegen. Eine Zündquelle wiederum kann durch Funken, Überhitzung oder einem Kurzschluss entstehen. Die Geräte, die im Ex-Bereich zum Einsatz kommen, sind so robust verarbeitet, dass keine Funken austreten können. Somit wird gleichzeitig verhindert, dass Gase oder Staubpartikel sich entzünden können und hierdurch eine Explosion ausgelöst wird.

Gefahrgut_Explosion

ATEX – Richtlinien

Seit 2003 wurden die Sicherheitsstandards durch die ATEX-Richtlinie 2014/34/EU gesetzlich festgelegt. Die Abkürzung ATEX steht für „atmosphères explosibles – übersetzt bedeutet dies explosive Umgebungen. Die ATEX-Richtlinien umfassen viele Aspekte wie beispielsweise Explosionsgruppen, Zündquellen, Schutzmaßnahmen, Temperaturklassen, Gerätegruppen und vieles mehr. Diese Aspekte der EX-Bereiche benötigen eine spezielle ATEX-Zulassung zum Schutz der Mitarbeiter. Hersteller sind damit verpflichtet, die Anforderungen für ihre explosionsgeschützten Produkte zu beachten und einen Nachweis für deren Erfüllung zu erbringen.

ATEX unterteilt den Grad der Explosionsgefährdung in bestimmte Zonen ein. In Zone 0 sind Mitarbeiter dauerhaft mit der Entstehung explosiver Gase konfrontiert. In Zone 1 besteht bei normalem Betrieb immer noch unter Umständen eine Explosionsgefahr. Zone 2 bedeutet, dass hier erwartungsgemäß nicht mit explosiven Gasen zu rechnen ist oder nur kurzfristig bzw. selten explosionsfähige Gase auftreten. Auch bei brennbaren Staubartikeln wird hier in ähnlichen Zonen unterteilt – hier gibt es die Zonen 20 bis 22. Zone 20 enthält zu jeder Zeit oder häufig bis langfristig brennbare Stäube in der Atmosphäre, Zone 21 nur gelegentlich, und Zone 22 normalerweise nur kurzzeitig bis nie. Gerätehersteller weisen hierbei die jeweiligen Zonen aus, für die ihre Geräte geeignet sind. Sofern diese eine Zündquelle darstellen, ist eine Gefährdungsbeurteilung vom Hersteller vorzunehmen.

Dementsprechend werden die Geräte in zwei Gruppen und fünf verschiedene Gerätekategorien eingeteilt, welche die Geräteanforderungen genauer definieren:

Gruppe 1

In der Gruppe 1 sind die Geräte zusammengefasst, die beispielsweise im Bergbau zum Einsatz kommen, bedeutet unter möglicher Gefährdung durch Staubentwicklung. Hierbei wird in zwei Kategorien unterschieden – M1 und M2. Geräte, die unter diese Kategorien fallen, lassen sich keiner bestimmten Zone zuordnen. Die Kategorie M1 definiert sich durch eine sehr hohes Maß an Sicherheit, dass den Einsatz von Geräten durch integrierte Schutzmaßnahmen gerade bei explosiven Stoffen in der Atmosphäre problemlos weiterarbeiten lässt. Die Geräte, die in die Kategorie M2 eingeteilt werden, schalten sich in explosionsgefährdeter Umgebung automatisch ab.

Gruppe 2

In der zweiten Gruppe werden Geräte für alle weiteren Ex-Bereiche eingeordnet – wiederum unterteilt in drei Kategorien. Kategorie 1 sorgt für ein sehr hohes Maß an Sicherheit, Kategorie 2 steht für hohe Sicherheit und Kategorie 3 bedeutet ein normales Sicherheitsmaß unter herkömmlichen Betriebsbedingungen.

Neben den wichtigen Gerätespezifikationen, sind auch spezielle Anforderungen das WLAN-Netzwerk die Funkübertragung der Geräte entscheidend. Hier sind vor allem explosionsgeschützte Hardware-Komponenten zu nennen und die Einrichtung sicherer und stabiler kabelloser Datenübertragungswege. Funkgeräte stellen laut ATEX- Richtlinien durch die elektromagnetischen Wellen eine mögliche Zündquelle dar. Hierunter fallen natürlich auch alles herkömmlichen Smartphones und Mobilcomputer und Barcodescanner für die mobile Datenerfassung.

Das richtige Tablet / der richtige Mobilcomputer für den Gefahrenbereich

Die Auswahl an Industrie-Tablets ist in der heutigen Zeit sehr groß. Doch wenn das Mobile Device über ein Ex-Zertifikat verfügen soll, beschränkt sich das Angebot auf wenige Anbieter. Die heutigen Tablets sind leicht, glänzen mit einem hochauflösendem Display und sind nicht mehr wegzudenken. Längst wurden die Vorteile und die Nutzbarkeit der Tablets auch in der Industrie erkannt und eingesetzt. Tablets senden von den entlegensten Orten Echtzeit-Informationen, wobei durch die papierlose Dokumentation selbst große Datenmengen schnell verarbeitet werden können.

Bei der Datenerfassung helfen Barcode-Scanner-Apps oder RFID-Reader, vorausgesetzt, das Tablet verfügt über entsprechende Schnittstellen. Dabei kann der Mitarbeiter bei Kontrollgängen beispielsweise sofort erkennen, welche Instandhaltungsmaßnahmen an einer Messstelle demnächst zu erledigen sind. Vorinstallierte Pläne helfen dabei, in unbekannten Anlagenabschnitten nie vom richtigen Weg abzukommen, und per GPS ist die punktgenaue Standortbestimmung kein Problem.

Das Anwendungsfeld der Tablets ist enorm – egal ob man sich auf einer Ölplattform aufhält, in einer staubigen Lebensmittelproduktion-Stätte oder in explosionsgefährdeten Bereichen arbeitet – für die heutigen Tablets ist dies kein Problem mehr. Wichtig bei der Wahl des richtigen Tablets in diesen Gegebenheiten ist, dass die Mobile Devices für die Atex-Zone 1/21 oder für die Atex-Zone 2/22 zertifiziert sind. Explosionsschutz ist allerdings nicht alles. Ohne ein robustes Gehäuse sind im Industrieumfeld allerlei Ex-Zertifikate mehr oder weniger nutzlos. Abhängig vom Einsatzort muss die Hardware des Tablets staub- und wasserdicht sowie schock- und vibrationsresistent sein. Hersteller wie i.Safe Mobile haben sich auf die Entwicklung von mobilen Geräten für den explosionsgefährdeten Bereich spezialisiert. Sie erfüllen die Anforderungen an Robustheit und an die jeweiligen Zertifizierungen des Einsatzbereiches.

Mobile Geräte für die Kommunikation und das Erfassen von Daten im Ex-Bereich

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